Massig Backlinks durch die ABRIS-Technik

Auch wenn das Thema SEO sich in den letzten 10 Jahren massiv verändert hat – Backlinks SIND nach wie vor ein starker Ranking Faktor.

Als fleißiger Webmaster und SEO ist man also stets auf der Suche nach neuen Linkquellen.

Eine moderne, elegante und effektive Möglichkeit an neue Backlinks zu kommen, ist die „ABRIS-Technik“ (sorry für die Abkürzung, aber „Automatic Bulk Reverse Image Search“ ist einfach zu lang).

Wichtig: Wenn du auf deiner Webseite keine eigenen, einzigartigen Bilder hast, dann ist diese Technik nichts für dich. Du brauchst nicht weiterlesen. 🙂

Die ABRIS-Technik

Die Grundidee ist nicht neu: Wer hochwertige, eigene Bilder macht, hat häufig mit Bilderklau zu kämpfen. Nun versuchen wir, statt fremden Webmastern zu drohen oder sogar den Anwalt einzuschalten, vom „Dieb“ einen Backlink, beispielsweise in Form einer Quellen-Angabe, zu erhalten. Das geklaute Bild bleibt online, wir erhalten einen Link und ggf. sogar etwas Traffic. Genial.

Doch wie finden wir heraus, wer unsere Bilder nutzt? Dazu gibt es mehrere praktische Tools.

Allen voran natürlich die Google Bildersuche (mit der Reverse Image Search Funktion).

Google Reverse Image Search

Eine Alternative stellt die Webseite Tineye dar. Auch hier ist eine umgekehrte Bildersuche möglich und es gibt sogar ein Browserplugin.

TinEye Reverse Image Search

So lassen sich relativ schnell mehrere Bilder auf ihr Vorkommen im Netz überprüfen.

Automatisierung

Nun ist dieser Prozess relativ zeitaufwendig, da wir alle Bilder per Hand auf einen Treffer checken müssen.

Bei Landingpages mit wenigen Fotos mag das noch relativ schnell funktionieren, geht es allerdings um ganze Blogs, müssen ggf. hunderte Fotos auf einen Treffer überprüft werden.

Wir müssen den Prozess also automatisieren und alle Fotos auf einmal prüfen.

Leider lassen sich bei den typischen Reverse Image Search Webseiten immer nur Einzelbilder hochladen. Bei der Suche nach einer Seite, die mehrere Bilder gleichzeitig prüfen kann, bin ich in erster Instanz nicht fündig geworden.

Nach einiger Recherche sind mir aber Plattformen begegnet, die genau diese Funktion anbieten. Nicht unter dem Gesichtspunkt der Backlinkgewinnung, sondern als Tool für Kreative und Fotografen, die ihre Bilder auf Urheberrechtsverletzungen prüfen möchten.

Ein Beispiel für eine solche Plattform ist Pixsy.

Pixsy Webseite

Hierbei reicht das kostenlose Paket bis zu 500 Bildern, sodass kleinere Webseiten, Blogs oder Instagram-Account gratis überprüft werden können.

Pixsy Preise

Solltest du mehr Bilder checken wollen, musst du auf ein kostenpflichtiges Paket ausweichen, die Fotos nacheinander prüfen oder eine andere Plattform ausprobieren.

Bilder hochladen

Einmal angemeldet, hast du die Möglichkeit Bilder hochzuladen. Entweder von einem Social Media Account (wie zum Beispiel Instagram) oder von deinem PC.

Enttäuschend – wieder kein Upload der kompletten Webseiten-Inhalte! Doch es gibt auch hier einen Workaround.

Mit Hilfe eines weiteren Tools (zum Beispiel ImageCyborg), welches alle Bilder (d)einer Webseite herunterlädt, kannst du dir deine Bilder lokal verfügbar machen.

Bilder von Webseite laden

Eventuell hast du deine Bilder sowieso auf der Festplatte, dann kannst du diesen Schritt überspringen.

Treffer checken

Den Rest erledigt die Plattform für dich. Per Reverse Image Search findet es Webseiten, die deine Bilder verwenden.

Wie du im Screenshot siehst, habe ich mehrere Matches! Yeah!

Pixsy Treffer

Je nach Anbieter werden die Treffer außerdem intelligent sortiert. Das heißt, du kannst deine Treffer nach Sprache, Genauigkeit oder Datum sortieren.

Pixsy Ergebnisse filtern

Ich schließe bei der Suche lediglich deutsche Webseiten ein, auf denen mit mittlerer oder hoher Wahrscheinlichkeit ein Treffer vorliegt.

Bei meinen neuen Matches (die Alten habe ich bereits abgearbeitet) gab es in diesem Fall nur einen Treffer.

Webseiten-Betreiber anschreiben

Der letzte Schritt ist leider äußerst manuell und schwer automatisierbar.

Nun ist es an der Zeit, die gefundenen Seiten zu überprüfen und die Webseiten-Betreiber per E-Mail darauf aufmerksam zu machen, dass sie urheberrechtlich geschütztes Material verwenden.

Dabei nimmst du direkt Bezug zu dem verwendeten Bild und bittest um eine Quellenangabe (oder eine andere Art der Verlinkung). Freundlich und bestimmt.

Die Wahrscheinlichkeit, einen Backlink zu erhalten, ist hierbei um ein Vielfaches höher, als wenn du wahllos Blogbetreiber anschreibst. Der manuelle Aufwand lohnt sich also. 

Idealerweise baust du dir einige Textbausteine zusammen, sodass du die Mails nur noch ein wenig individualisieren musst.

Deine Meinung

Wie gefällt dir die Technik? Hast du sie bereits in der einfachen Variante ausprobiert oder weitere Ideen für eine Automatisierung?

Gibt mir gern Feedback in den Kommentaren!

Schreibe einen Kommentar