Aquarell: Dein Weg in die moderne Aquarell Malerei

Die Aquarell Malerei hat ihr verstaubtes Gewand abgelegt und erstrahlt in v├Âllig neuem Glanz! Mit modernen Looks und Techniken ist das Malen mit „Wasserfarbe“ wieder sehr beliebt geworden. Das Wort Aquarell basiert auf dem dem lateinischen Wort „aqua“ und hei├čt, wie ├╝berraschend, Wasser.

Dank einer steilen Lernkurve kannst du schnell und einfach wundersch├Âne Kunstwerke kreieren. F├╝r den Start solltest du jedoch einige wichtige Faktoren beachten – dann steht deiner kreativen Entfaltung nichts mehr im Wege!

Was du f├╝r deine ersten Aquarell Bilder brauchst, welche Fehler du vermeiden solltest und welche Techniken sich eignen zeige ich dir in dieser Anleitung!

Aquarell Kurs

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Die essenzielle Materialkunde

In der Kunst ist das Material mal mehr, mal weniger relevant. Am Ende geht es vor allem um die F├Ąhigkeiten des K├╝nstlers und um die kreative Entfaltung. Bei der Aquarell Malerei ist das Material jedoch von Beginn an entscheidend.

Das Malen mit Wasser gelingt nur, wenn du das richtige Werkzeug in einer gewissen Qualit├Ąt besitzt. Alles andere wird dich nicht gl├╝cklich machen. Versprochen …

Eine grunds├Ątzliche Empfehlung gebe ich dir sofort mit: Investiere lieber in wenige, hochwertige Materialien, als in haufenweise Billigprodukte. 48 Farben n├╝tzen dir wenig, wenn die Farbe kurze Zeit sp├Ąter komplett verblasst ist.

Tu dir den Gefallen und lies das Kapitel ├╝ber das Material in Ruhe durch – ich fasse mich auch m├Âglichst kurz. Was du jetzt ├╝berspringst, wirst du sp├Ąter teurer oder unter Frust lernen.

Mysterium Aquarell Papier

Die absolute Basis f├╝r dein Weg in die Aquarell Malerei ist das Papier. Es ist der wichtigste Grundstein, damit Aquarell rein technisch ├╝berhaupt funktionieren kann.

Die zwei wichtigsten Kriterien an das Papier sind folgende:

  1. Die Oberfl├Ąche darf das Wasser mit den Farbpigmenten nur sehr langsam aufnehmen. Aufgrund dieser Eigenschaft kann der sch├Âne Aquarell Effekt erst entstehen.
  2. Das Papier muss so dick sein, dass es sich kaum oder gar nicht wellt. Dabei ist auch die Verleimung des Papiers relevant. Ein komplett verleimter Rand reduziert das Wellen und zieht das Papier beim Trocknen automatisch wieder glatt.

Nat├╝rlich spielt dabei auch immer die richtige Handhabung eine Rolle. Bei der Auswahl des Papiers ist aber vor allem ausschlaggebend, mit wie viel Wasser du sp├Ąter arbeiten wirst.

Der folgende Vergleich zeigt sehr deutlich, wie sich das richtige Papier verh├Ąlt:

Druckerpapier und Aquarellpapier im Vergleich

Links siehst du normales Druckerpapier. Es saugt die Farbe schnell auf (daf├╝r ist es schlie├člich gemacht) und wird sofort wellig. Es entstehen Wasserpf├╝tzen und unsch├Âne Muster. Rechts kommt Aquarell Papier zum Einsatz. Die Farbe l├Ąsst sich ganz homogen verstreichen und es entsteht ein feiner Verlauf!

Ein geniales Aquarellpapier ist beispielweise das Expression Watercolour Papier von Hahnem├╝hle.

Hochwertiges Aquarell Papier mit Verl├Ąufen

Versuche nicht an der Papier Qualit├Ąt zu sparen. ├ťber kurz oder lang wirst du merken, dass nur hochwertiges Papier wundersch├Âne Aquarelle erm├Âglicht.

Achte lieber darauf, dass du kein Papier verschwendest und besonders beim ├ťben die Fl├Ąche maximal ausnutzt.

Die richtige Farbauswahl

Auch an die Farben wird bei der „Watercolor“ Malerei gro├če Anspr├╝che gestellt. Folgenden Anforderungen sollten deine Aquarell Farben bestenfalls erf├╝llen:

  1. Hohe Pigmentierung und gute Lichtbest├Ąndigkeit. Nur so entstehen kr├Ąftige Farben, die bei Tageslicht nicht verblassen.
  2. Eine ausreichende Auswahl an Farben, sowohl im jeweiligen Kasten als auch f├╝r potentielle Nachbestellungen.
  3. Lange Haltbarkeit, auch wenn du die jeweilige Farbe l├Ąngere Zeit nicht verwendest.
Hochwertige Aquarell Farben im Kasten

In der Regel sind deine Farben in einem Kasten befestigt (es sei denn, du verwendest Tuben). Startest du mit nur wenigen Farben, macht es Sinn etwas Platz im Kasten f├╝r zuk├╝nftige Erg├Ąnzungen zu haben. So musst du nicht extra einen neuen Kasten erwerben, wenn du deine Farbauswahl vergr├Â├čern m├Âchtest.

M├Âchtest du zuk├╝nftig wei├če Details nachtr├Ąglich auftragen, lohnt sich au├čerdem ein Deckwei├č in deinem Farbkasten. Mehr zu dem Thema findest du hier.

Dein Malwerkzeug: Der Pinsel

Die Wahl der richtigen Pinsel komplettiert das Trio deiner Grundausstattung f├╝r die Aquarellmalerei. Auch hier gibt es typische Kriterien zu beachten, damit du bestm├Âglich arbeiten kannst.

  1. Die Pinsel d├╝rfen keine Haare verlieren. Nichts ist ├Ątzender, als feine Pinselh├Ąrchen aus frisch aufgetragener Farbe zu fischen. Dies hinterlasst fast immer Spuren.
  2. Farbe und Wasser m├╝ssen von deinen Pinseln gut aufgenommen und abgegeben werden. Hochwertige Pinsel nehmen viel Farbe auf und halten sie zuverl├Ąssig. Der physikalische Grund daf├╝r ist ├╝brigens der Kapillareffekt.
  3. Die Form und Gr├Â├če deines Pinsels richtet sich nach deiner Maltechnik und nach der Gr├Â├če deines Motivs.

Maderhaarpinsel haben hervorragende Maleigenschaften und sind prinzipiell perfekt geeignet. Mittlerweile gibt es allerdings ausgezeichnete Alternativen in Form von synthetischen Pinseln.

Nahaufnahme eines Aquarell Pinsels

Ich pers├Ânlich meide Echthaarpinsel aus Gr├╝nden des Tierwohls. Interessieren dich die verschieden Tierhaarpinsel, schau mal hier.

Obligatorisches Zubeh├Âr

Abseits von Papier, Farbe und Pinsel brauchst du nur noch zwei weitere Dinge, um loslegen zu k├Ânnen:

  1. Wasser! Logischerweise geht nichts ohne klares, sauberes Wasser. An der Stelle direkt ein Tipp: Nutze immer zwei Gl├Ąser mit Wasser. Eines um die Farbe aus dem Pinsel zu waschen und eines zum Auftragen des Wassers auf dein Motiv.
  2. Ein Papiertuch bzw. K├╝chentuch um deine Pinsel zwischendurch von Wasser und Farbresten reinigen zu k├Ânnen. So stellst du sicher, dass du nicht ungewollt Farbpigmente vermischst.
Zwei Gl├Ąser mit Wasser

An dieser Stelle noch ein kleiner Tipp: Statt offener Wassergl├Ąser eignen sich auch Einmachgl├Ąser (mit Deckel). So kannst du deine Wasserbeh├Ąlter bei Bedarf kurz verschlie├čen und es passiert kein Malheur.

Einfache Motive zum ├ťben

Bevor wir einen genaueren Blick auf bestimmte Techniken, weitere Hilfsmittel und Tricks werfen, habe ich drei praktische ├ťbungen f├╝r dich. So kommst du m├Âglichst schnell ins Machen und bekommst ein Gef├╝hl f├╝r das, wor├╝ber ich hier schreibe.

Denn: Lesen (und verstehen) ist eine Sache, aber wenn du dann das Papier vor dir liegen hast, wirst du merken, dass die Umsetzung definitiv nicht leicht ist!

Die drei ├ťbungen kannst du mit nur 1-2 Farben umsetzen und trotzdem sch├Âne Motive kreieren.

Bl├Ątter formen

Die erste ├ťbung ist deshalb so sch├Ân, weil du dabei sehr viel ├╝ber deinen (Rund-) Pinsel lernst.

Die Kombination aus wenig und viel Druck auf die Pinselspitze sorgt daf├╝r, dass eine sch├Âne, organische Blattform entsteht.

Und das ohne Vorzeichnung oder detailliertes Ausmalen. Versuche dabei auch mal, das Blatt sowohl vom Stil als auch von der Spitze ausgehend zu malen.

Das sieht nat├╝rlich einfacher aus, als es ist.

Mit etwas ├ťbung gelingen dir nach und nach schickere Bl├Ątter und du kannst verschiedene Helligkeiten und verschiedene Farben nutzen. Und vielleicht bekommen deine Bl├Ątter auch einen kleinen Zweig, an dem sie h├Ąngen!?

Aquarell Zweig mit Bl├Ąttern

Ein St├╝ck Wassermelone

Die Wassermelone ist ein echter Watercolor Klassiker.

Zum einen ist das Motiv absolut charmant, zum anderen l├Ąsst es sich mit Aquarelltechniken perfekt umsetzen.

Es ist ja schlie├člich eine Wassermelone …

Der Verlauf von rot (im inneren der Melone) zu wei├č (kurz vor der Schale) ist dabei eine sch├Âne Herausforderung.

Solltest du zu viel Wasser oder Farbe auftragen, kannst du sie mit dem Pinsel sogar wieder wegnehmen.

Regentropfen

An einfachen Regentropfen l├Ąsst es sich ebenfalls super herumexperimentieren.

Die Basisform malst du mit deinem Pinsel und nutzt dazu mal mehr und mal weniger Farbe sowie verschiedene Farbt├Âne.

Variiere auch bei der Menge des Wassers und teste verschiedene Herangehensweisen, um den Tropfen final zu f├╝llen.

Aquarell Techniken auf einen Blick

Was w├Ąre eine Anleitung ohne eine kleine ├ťbersicht der typischen Techniken? Ich m├Âchte dir kurz und kompakt die klassischen Techniken zeigen, sodass du diese auf deiner Reise in die Watercolor Welt im Hinterkopf hast.

Lasieren (nass auf trocken)

Mehrschichter Farbauftrag

Beim Lasieren tr├Ągst du die mit Wasser verd├╝nnte Farbe auf das trockene Papier auf. Die Farbe trocknet relativ schnell und l├Ąsst sich mit ├Ąhnlichen oder unterschiedlichen Farben ├╝bermalen.

Es entsteht der charakteristische Effekt einer Lasur. Zwischen dem Auftragen der einzelnen Farbschichten muss die Farbe wirklich trocken sein. Nur so bleiben die Kanten scharf und die einzelnen Farbauftr├Ąge bleiben als solche erkennbar.

Lavieren (nass auf nass)

Zwei Farben Verlauf

Das Lavieren ist eine Verlaufstechnik, bei der eine Farbe gleichm├Ą├čig ins farblose oder in eine andere Farbe ├╝bergeht. Hierbei ist, nach dem Auftrag der ersten Farbe, vor allem ein sauberer Pinsel mit klarem Wasser wichtig. Nur so entsteht ein homogener Verlauf.

F├╝r das Lavieren gibst du dein Farb-Wasser-Gemisch aus dem Pinsel auf einen bereits nassen Untergrund ab. Dieser kann nur mit klarem Wasser oder ebenfalls mit Farbe bedeckt sein. Die Farben verlaufen mit teils zuf├Ąlligen Mustern und es entsteht ein sch├Âner Effekt (auch Loose Watercolor genannt).

Es ist eine klassische Nass-in-Nass Technik und erfordert, trotz des zuf├Ąllig wirkenden Ergebnisses, Geduld und ├ťbung.

Trocken auf trocken

Details malen mit wenig Wasser

Die Formulierung ist nicht ganz korrekt, denn wirklich trocken ist die Farbe auf deinem Pinsel nat├╝rlich nie. Dennoch lassen sich mit dieser Technik besonders scharfe Kanten oder kratzige Effekte und Strukturen erzeugen.

Dazu wird nur eine minimale Menge an Wasser genutzt, um die Farbe zu verfl├╝ssigen und auf den trockenen Untergrund gemalt. Durch die angedickte Farbe (mit deutlich h├Âherer Viskosit├Ąt als beim Lasieren) sind sehr feine, detaillierte Zeichnungen m├Âglich.

Granulieren

Granulierende Effekte in einem Motiv

Das Granulieren ist zwar keine klassische Grundtechnik, f├╝hrt aber zu besonders ausdrucksstarken Effekten. Dabei wird die Struktur des Papiers genutzt, um die Farbe nur teilweise aufzutragen. Durch einen seitlich aufgesetzten Pinsel und ein nicht zu nasses Farbgemisch sorgst du beim Granulieren daf├╝r, dass die T├Ąler im Papier wei├č bleiben.

Es entsteht eine spannende Struktur, die sich auch als Stilmittel eignet. So lassen sich schroffe Texturen oder Reflektionen durch das Granulieren darstellen. Einige Farben unterst├╝tzen diesen Effekt durch bestimmte Eigenschaften der genutzten Pigmente.

Vorzeichnungen clever nutzen

Ob du Vorzeichnungen oder Skizzen nutzt, ist sicherlich Geschmackssache und h├Ąngt von der Komplexit├Ąt deiner Motive ab. Es wird aber immer wieder Situationen geben, in denen du die ein oder andere Hilfslinie brauchst, um ein gew├╝nschtes Ergebnis zu erreichen.

Die folgenden drei Tricks sorgen daf├╝r, dass deine Vorzeichnungen sp├Ąter unsichtbar werden und nicht durch dein Motiv hindurchscheinen.

Bleistift Skizze

Ein Bleistift ist dein bester Freund, wenn es um Skizzen und Vorzeichnungen geht. Der Graphit scheint bei zarten Farbauftr├Ągen aber deutlich durch. Dies verhinderst du, indem du deine Linien vor dem Aquarellieren wegradierst. Die Formen bleiben dennoch erkennbar!

Vorzeichnung mit Aquarell Buntstiften

Vorzeichnungen mit Aquarell Buntstiften werden komplett unsichtbar, sobald du das Wasser auftr├Ągst. Hierbei sollte die Farbe des Buntstifts nat├╝rlich ungef├Ąhr mit der Farbe deines Motivs ├╝bereinstimmen. Dann ist diese M├Âglichkeit wirklich genial.

Vorlage mit einem Lightpad abpausen

Du kannst deine Vorzeichnungen oder andere Vorlagen auch Durchpausen. Nutze dazu ein Lightpad mit ausreichender Leuchtkraft. Damit scheint die Skizze auch durch dickes Aquarell Papier und du musst dein eigentliches Blatt Papier nicht mit Hilfslinien „verunreinigen“.

Die verschiedenen Techniken lassen sich auch wunderbar kombinieren oder erweitern. Je nach Situation und Vorhaben bist du so in der Lage, eine exakte Vorlage zu nutzen. Oder dich lieber v├Âllig frei dem Aquarellieren zu widmen.

Zubeh├Âr und Tricks

Abschlie├čend m├Âchte ich dir noch einige Tipps und Zubeh├Âr Empfehlungen mit auf den Weg geben. Sie machen dir das Leben mit der Aquarell Malerei deutlich einfacher – versprochen.

Erstelle eine Farbkarte

Eine selbst gemalte Farbkarte hilft extrem dabei, die Farben kennenzulernen. Vor allem, wenn sie getrocknet sind.

Indem du von jeder Farbe einen Verlauf erstellst, erh├Ąltst du eine n├╝tzliche ├ťbersicht f├╝r deine Projekte und musst nicht vor jedem Farbauftrag gr├╝beln, wie du Farbe wohl sp├Ąter wirkt.

Eine einfache Farbkarte passend zum Kasten

Auf die gleiche Art und Weise kannst du ├╝brigens auch Verl├Ąufe zweier Farben testen und deine Lieblingsverl├Ąufe festhalten. Notiere dir zu deinen Farben und Verl├Ąufen auch immer die Farbnummern!

├ťbersch├╝ssiges Wasser entfernen

Grunds├Ątzlich ist die Arbeit mit Wasserfarben sehr endg├╝ltig. Einmal aufgetragen, lassen sich Fehler nur noch schwierig (oder besonders kreativ) korrigieren. Es gibt aber auch hier einige Ausnahmen.

Hast du zu viel Wasser oder dunkle Farbe aufgetragen, kannst du sie mit deinem Pinsel wieder abnehmen. Dazu s├Ąuberst du den Pinsel und trocknest ihn an deinem Tuch ab. Anschlie├čen nimmst du die Farbe und das Wasser von deinem Papier mit dem Pinsel auf und gibst sie ebenfalls ins Tuch. Dein Motiv wird dadurch wieder heller und trockener.

Farbe entfernen

F├╝r diese Korrektur eignet sich auch ein Schwamm oder ein Tuch, meistens f├╝hrt dies jedoch zu ungewollten Mustern. Bewusst eingesetzt sind damit aber auch spannende Effekte m├Âglich.

Zus├Ątzliche Mischpalette

Der Platz in deinem Aquarell Kasten ist begrenzt. Nutzt du viele verschiedene Farben und Farbt├Âne f├╝r ein Motiv, ist eine zus├Ątzliche Mischpalette hilfreich.

Damit hast du einen deutlich gr├Â├čeren Spielraum und die Palette l├Ąsst sich anschlie├čend besonders einfach reinigen. Auch beim Einsatz von viel Wasser f├╝r besonders helle und leichte Farbt├Âne ist eine zus├Ątzliche Palette sehr n├╝tzlich.

Scharfe Kanten und Passepartout

M├Âchtest du deine Malereien umranden und eine Art Passepartout kreieren, eignet sich Kreppband oder Washi Tape. Damit sch├╝tzt du das Papier vor Farbe und nach dem Abl├Âsen bleibt eine scharfe, saubere Kante zur├╝ck.

Saubere Kanten dank Kreppband

Tapes eignen sich nicht nur, um deinem Bild einen Rahmen zu geben. Auch zur kreativen Bildgestaltung kannst du sie einsetzen. Achte dabei auf eine gewisse Qualit├Ąt und teste immer vorher, wie gut sich das Klebeband wieder abl├Âsen l├Ąsst. Sonst wirst du vielleicht b├Âse ├╝berrascht, wenn du ein gelungenes Motiv durch abrei├čendes Papier zerst├Ârst.

Hier noch ein kleiner Geheimtipp: Klebt dein Kreppband zu stark, klebe es vorher ein paar mal auf deiner Kleidung auf und ziehe es wieder ab. Erst dann klebst du es auf dein Papier. Dies f├╝hrt dazu, dass es sich sp├Ąter einfacher abl├Âsen l├Ąsst und das Papier nicht einrei├čt.

Farbe schneller trocknen lassen

Eigentlich soll das Malen entspannend und stressfrei sein. Je nach Technik muss du beim Aquarellieren aber ganz sch├Ân lange zwischen den einzelnen Arbeitsschritten warten.

Um den Trocknungsprozess zu beschleunigen eignet sich ein simpler Hei├čluftf├Âhn. Pass dabei nur auf, dass du nicht dein Papier entz├╝ndest …

Aquarell mit einem Hei├čluftf├Âhn trocknen

Konturen und Details

F├╝r besonders kleine Details oder Konturen lassen sich auch Fineliner nutzen. M├Âchtest du bestimmte Formen vorher definieren, muss der Fineliner wasserfest sein. Sicherer ist der Einsatz eines Fineliners, wenn die Farbe bereits komplett getrocknet ist. Dann sind ebenfalls spannende Stilrichtungen m├Âglich.

Einsatz eines Fineliners

Kombiniere, kombiniere

Watercolor f├╝r sich ist eine wundersch├Âne Maltechnik. Vergiss jedoch nie, dass du als K├╝nstlerin oder K├╝nstler v├Âllig frei in der Gestaltung bist. Nat├╝rlich darfst du die Techniken nach Belieben kombinieren und herumexperimentieren.

Aquarell Brushlettering

Erg├Ąnze deine Aquarell Motive um elegante Handletterings, nutze Gelstifte oder Gouache um nachtr├Ąglich Lichteffekte zu erhalten oder nutze wasserfeste Fineliner f├╝r deine Vorzeichnungen.

Du bestimmst!

7 Gedanken zu „Aquarell: Dein Weg in die moderne Aquarell Malerei“

  1. Hallo Timo, ich habe k├╝rzlich mit deinem Handletteringkurs angefangen und bin vor lauter Begeisterung schon ungeduldig ;). Aber nein, ich mache mir keinen Stress. Ich werde bestimmt danach den Aquarellkurs machen, habe dein Video mit einfachen Weihnachtskarten gesehen, den ich vorerst gut brauchen kann. Zu deinem link f├╝r Wassertankpinsel habe ich aber noch eine Frage: Ich h├Ątte gerne ein Set, wo nicht nur Rundpinsel, sondern auch Flachpinsel dabei sind. Kannst du mir was empfehlen? Ich denke, dass ein Set g├╝nstiger ist, als nachher weiter aufzur├╝sten. Jedenfalls von der Marke, die du empfiehlst, habe ich keine Flachpinsel gefunden. Liebe Gr├╝├če, Birgit

    Antworten
  2. Hallo Timo,
    Deine Tipps sind wirklich super. Ich hatte mir zun├Ąchst g├╝nstige Aquarellfarben zugelegt, weil ich mich auf diesem Gebiet erst einmal ausprobieren wollte. Seit gestern habe ich einen kleinen Schmincke Malkasten und was soll ich sagen: PH├äNOMENAL!!! Am liebsten w├╝rde man gar nicht mehr aufh├Âren. Ein Unterschied wie Tag und Nacht und man kann verstehen, warum diese Farben so teuer sind.
    Ich werde weiterhin deine Infos gerne lesen, vielen Dank f├╝r die n├╝tzlichen Tipps.

    Antworten
    • Hi Cresta, danke dir! Das ist echt ein typischer Fehler, den ich damals auch gemacht habe. Man m├Âchte immer g├╝nstig ├╝ben und sp├Ąter dann richtig malen.
      Bei Aquarell klappt das so leider nicht. Der Unterschied zu den hochwertigen Produkten ist echt gravierend. Viel Spa├č mit deinen neuen Farben. ­čÖé

      Antworten
  3. Hallo Timo,
    vielen Dank f├╝r die n├╝tzlichen Tipps. Ich versuche mich schon seit ├╝ber 10 Jahren an der Aquarellmalerei teils mit Erfolg. Seit einiger Zeit habe ich mit Urlaubsfotos ganz gute Bilder hervorgebracht. Das Thema Papier habe ich dabei sehr intensiv getestet, indem ich einige Motive auf verschiedenen Papieren malte. Dein Tipp ist Gold wert. Bei Farben habe ich auch einiges ausprobiert sowie das Malen mit Aquarellstiften, dort ist das richtige Papier ganz wichtig, damit die Farbe sich richtig aufl├Âst.
    Viele Gr├╝├če Priska

    Antworten
    • Hi Priska, sich an Fotos zu orientieren ist eine super Herangehensweise. Das ist etwas „einfacher“, als direkt aus dem Kopf oder aus der Natur abzumalen.
      Das Papier ist auf jeden Fall entscheidend – leider wird das immer gern ignoriert. ­čÖé
      Liebe Gr├╝├če!

      Antworten

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